Nach jahrelanger Werbung für das Barfußlaufen gibt es an dieser Stelle aus aktuellem Anlass einen Bericht über die Schattenseite:
Verletzungsgefahr! (Teil 1)

Man kann es nicht leugnen: das Risiko, sich was einzutreten, ist barfuß natürlich größer als mit schützenden Sohlen. Und da kommt es immer wieder mal vor, dass man sich was Kleines eintritt. Einen Pflanzendorn, ein kleines Steinchen oder auch mal einen winzigen Glas- oder Metallsplitter.
Meistens keine große Sache. Wenn die Haut erstmal dick genug ist, bleibt sowas unblutig in der Oberhaut stecken und man kann es mit einer Pinzette leicht wieder rausziehen.
Manchmal geht es auch etwas tiefer und da sich die äußere Hautschicht sehr schnell schließen kann (binnen weniger Stunden), merkt man evtl. erst Tage später, dass da bei bestimmten Bewegungen was piekst. Und auch wenn man nichts sehen kann, gibt es die Faustregel:
„Wenn Du das Gefühl hast, es KÖNNTE was drin sein, dann IST auch was drin!“

In dem Fall muss ggf. ein bisschen Oberhaut entfernt werden, um mit der Pinzette an den tiefsitzenden Fremdkörper zu kommen. Dabei empfiehlt sich ein sehr scharfes Messer oder ein Skalpell und vielleicht ein oder zwei Stecknadeln zum Unterhebeln (plus ggf. Desinfektionsspray). Außerdem Geduld, denn es kann sein, dass man noch nicht beim ersten Versuch dran kommt ohne tiefer zu schneiden, wo es dann aber blutet und wehtut (→Lederhaut). Bei mir hat es sich schon öfter bewährt, schrittweise über mehrere Tage vorzugehen. Manchmal hilft auch eine Taschenlampe, um das Gewebe zu durchleuchten. Kleine Fremdkörper kann man dann als schwarze Punkte erkennen, auch wenn sie an der Oberfläche nicht zu sehen sind.

Solche kleinen Operationen sind aber zum Glück selten nötig, höchstens ein bis zwei Mal pro Jahr, eher weniger. Und eigentlich nicht der Rede wert, außer…
Aber dazu mehr im nächsten Beitrag!

