Zwei Paddel fürs Raddel

Ich hatte zwar vor einiger Zeit beschrieben, wie ich unangenehme Zacken von Fahrradpedalen mit Schuhreparaturpaste ebnen kann (siehe hier), aber so ganz das Gelbe vom Ei war das nicht. Die trockene Paste biegt sich an den Seiten hoch und fällt irgendwann ab.

Moto Pedale
Moto Pedale

Deswegen habe ich mir jetzt doch die barfußtauglichen Pedale von Moto bestellt. Als sie geliefert wurden, wollte ich sie gleich montieren, aber ich habe die Alten nicht abbekommen. Der Inbusschlüssel hat durchgedreht und einen passenden Maulschlüssel für die Außenseite habe ich nicht. Also bin ich am nächsten Tag zum Fahrradladen gefahren, um mir helfen zu lassen. Dort hatten sie natürlich das passende Werkzeug und die alten Dinger ruckzuck runter.

Beim Anschrauben der neuen Paddel meinte der Mechaniker, solche hätte er auch mal gehabt, aber die hätten ihm zu wenig Grip gehabt. Das kann ich mir kaum vorstellen?! Auf jeden Fall sagte ich dann, dass die barfuß besser sind als solche mit spitzen Zacken dran. Das verstand er zwar, meinte dann aber „wer fährt denn barfuß? Das macht doch keiner“…

Ich kann auf jeden Fall sagen, dass es sich mit diesen Pedalen sehr angenehm fährt ohne Schuhe. Und auch mit Schuhen hat man genügend Halt auf der rauen Oberfläche. Mag sein, dass es nicht für die Geländetour mit dem MTB reicht, aber fürs Stadt- oder Tourenrad ist es eine super Sache.

Moto in Motion
Moto in Motion

Barfußtaugliche Fahrradpedale

Fahrradpedale können pieksig sein. Meist haben sie einen geriffelten oder gezackten Rand, damit man nicht so leicht mit den Schuhen abrutscht. Wenn man aber gar keine Schuhe trägt, kann es sehr unangenehm sein, kräftig in die Pedale zu treten. Vor allem bei Metallpedalen. Meine sind so mittel-fies und aus Kunststoff:

Unangenehme Zacken an den Pedalen
Unangenehme Zacken an den Pedalen

Deswegen muss man aber nicht gleich zum Äußersten gehen und immer Schuhe zum Radfahren anziehen 😉

Wer eine elegante Lösung sucht, findet Vorschläge für barfußtaugliche Ersatzpedale auf dieser Seite. Mir ist es aber zu umständlich und zu teuer, an meinem alten Rad die Pedale zu tauschen, zumal ich nicht täglich mit dem Rad unterwegs bin. Deswegen habe ich mir eine günstigere Lösung überlegt:

Ausgerechnet Schuhreparaturpaste ist gut geeignet, um die Pedale zu glätten, damit sie eine angenehmere Oberfläche bekommen. Einfach auf die Zacken schmieren und ein paar Minuten antrocknen lassen. Danach gut andrücken und ggf. die Form etwas glätten bzw. nachmodellieren. Fertig!

Schuhreparaturpaste aus der Tube auftragen
Schuhreparaturpaste aus der Tube auftragen

Dann am besten über Nacht ganz aushärten lassen. Man kann auch noch eine zweite Schicht auftragen. Zur Not kann man am Ende auch noch mit Messer und Schleifpapier nacharbeiten. Nicht besonders schön, aber günstig und nun tut das Radfahren nicht mehr weh!

Zwei Lagen, im Abstand von mehreren Stunden aufgetragen und mit Pappe glatt gedrückt. Nicht schön, aber glatt und günstig!
Zwei Lagen, im Abstand von mehreren Stunden aufgetragen, mit Pappe glatt gedrückt. Nicht schön, aber glatt (und günstig)!

Als Variante könnte auch die Silikonspritze funktionieren. Da hätte ich bloß Bedenken, dass das weiche Silikon der mechanischen Belastung nicht lange standhält. Vielleicht mag es mal jemand ausprobieren und unten in den Kommentaren berichten?!

Für MTB und Rennräder mit Klickpedalen geht das natürlich nicht. Da wird man schlecht ohne Schuhe auskommen. Aber dann gehört der Schuh auch quasi fest zum Fahrrad…