Das erste Mal Laufen auf Schnee

Auf meiner heutigen Laufrunde kam ich durch den Wald, wo nicht geräumt oder gestreut ist. Ich fand den Schnee so schön, dass ich nach der Hälfte der Strecke meine Laufschuhe ausgezogen habe und barfuß weiter gelaufen bin.

Das waren zwar nur ein paar Hundert Meter, aber es fühlte sich toll an! Schön weich und knirschig und gar nicht so kalt wie ich dachte. Leider ging der letzte Kilometer dann wieder durchs Wohngebiet, wo die Wege mit reichlich Salz und Splitt gestreut waren. Das ist nicht nur unangenehm zu laufen, sondern fühlt sich gleich viel kälter an als der schöne weiche Schnee.

Wenn es nach mir ginge, sollten verschneite Wege überhaupt nicht gestreut werden!

Schuhe aus beim Joggen

Da ich jetzt schon seit einigen Wochen täglich kleine Barfußspaziergänge gemacht habe, war es an der Zeit, auch mal beim Laufen (Joggen) die Schuhe auszuziehen. Also habe ich angefangen, für den letzten Kilometer, später dann auch 2km die Schuhe auszuziehen.

Da die Füße dann bereits warm gelaufen waren, waren die niedrigen Temperaturen kein Thema. Auch der raue Asphalt und Rollsplit sind kein Problem mehr, da die Fußsohlen durch das regelmäßige Barfußspazieren inzwischen eine lederne Schutzschicht aufgebaut haben.

Schuhe aus beim Laufen - auch im Winter
Schuhe aus beim Laufen – auch im Winter

Das erste Mal – so fing alles an

Schon seit Jahren habe ich gelegentlich die Schuhe ausgezogen und bin gerne für kurze Strecken barfuß gegangen. Verstärkt seit ca. 2014, als ich nach einem Laufschuhwechsel Probleme mit der Achillessehne bekam. Die viel zu weichen Sohlen der neuen Schuhe verursachten immer stärkere Beschwerden nach dem Laufen und ich merkte, dass es mir gut tut, wenn ich statt dicker Polsterung gar nichts unter den Füßen habe.

Eigentlich habe ich schon zu dieser Zeit angefangen, mehr oder weniger regelmäßig für kurze Strecken barfuß spazieren zu gehen. Trotzdem würde ich im Nachhinein sagen, dass der Beginn meiner „richtigen“ Barfußlauferei mit einem ganz bestimmten Ereignis beginnt:

Barfuaß und bsuffa aufm Hoamweg

Auf der Heimfahrt von der Wiesn (also Münchener Oktoberfest für die Nicht-Bayern) musste ich so dringend pinkeln, dass ich eine S-Bahn Station früher ausgestiegen bin. Nachdem ich also ein Gebüsch beglückt hatte (pfui, ich weiß!), habe ich – im besoffenen Kopf oder aus Eingebung – die Schuhe ausgezogen und bin die 2 km barfuß nachhause gelaufen. Das fühlte sich toll an! Aber ich merkte auf dem letzen halben Kilometer schon, dass es vermutlich nicht die allerbeste Idee war…

Täglicher Spaziergang
Täglicher Spaziergang

Am nächsten Tag hatte ich natürlich Blasen an den Zehen und an den Fersen (da bin ich noch schön auf der Hacke gelaufen)! Aber trotzdem fühlte sich die Fußsohle irgendwie gut an. Ich spürte, dass da etwas passiert. Ich hatte zum ersten Mal dieses unbeschreibliche Gefühl „da wächst jetzt eine dickere Fußsohle“ – ab da war ich süchtig!

Nach diesem Tag bin ich dann täglich ca. 15-20 Minuten barfuß draußen spazieren gegangen und die Sohle wurde dicker und unempfindlicher. Der Rest ergibt sich aus den nachfolgenden Beiträgen. 😀