Urlaub in Kroatien. Herrlich! Zwar nur eine Woche, aber trotzdem toll.
Am Meer – Schuhloser Urlaub in Novigrad, Kroatien
Neben Sonne, Meer und Ćevapčići war für mich das größte Highlight, dass ich erstmals eine ganze Woche durchgehend barfuß gehen konnte. Na gut, nicht ganz durchgehend, ab und zu hatte ich doch noch Schuhe (Sandalen) an. Aber eher so stundenweise, größtenteils in der Ferienwohnung, weil die Fliesen so kalt waren. 😉
Unter der irreführenden Bezeichnung „Wanderweg Aying“ machten wir mit der ganzen Familie eine Geocaching-Runde durch den Höhenkirchener Forst bis nach Aying und zurück. Jedoch der wildromantisch verwurzelte und weich federnde Waldwanderweg existierte nur in meiner Phantasie. Insgesamt waren es 12 Kilometer, davon 90% auf Schotterpiste, der Rest auf Asphalt!
Schotter, Schotter, Schotter…
In Aying gab es eine kleine Entschädigung im Biergarten. Frau und Kinder warteten danach dort, während ich den kompletten Weg wieder zurück ging, um das Auto zu holen. Die letzten 3km waren nur noch Quälerei und die Fußsohlen mussten sich 3 Tage von der Überreizung erholen. Aber ich hab’s geschafft und wußte dann: sowas kann ich also auch. Blasen hatte ich übrigens keine bekommen.
Ganze zwei Wochen lang war jetzt Barfußpause, es hatte nämlich so viel Schnee, dass wirklich nichts mehr ging.
Die zwei Wochen kamen mir wie eine Ewigkeit vor und ich habe nur noch drauf gewartet, wann es endlich wieder taut.
Als der Schnee weg war, habe ich meine Laufrunden direkt barfuß gestartet. Seitdem habe ich überhaupt keine Laufschuhe mehr angehabt!*
Hier noch ein passendes Video dazu:
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*) einzige Ausnahme: beim OL (Orientierungslauf), weil man da meistens querfeldein durch den Wald läuft und dornige Brombeerbüsche und sonstiges spitzes Zeug am Boden hat. Das mag ich dann doch nicht unter den Füßen haben, zumal man beim OL ständig auf die Karte sehen muss und weniger drauf achten kann, wo man hintritt. In Stadt- oder Wohngebieten bin ich allerdings auch schon einige OL-Wettkämpfe barfuß gelaufen.
Auf meiner heutigen Laufrunde kam ich durch den Wald, wo nicht geräumt oder gestreut ist. Ich fand den Schnee so schön, dass ich nach der Hälfte der Strecke meine Laufschuhe ausgezogen habe und barfuß weiter gelaufen bin.
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Das waren zwar nur ein paar Hundert Meter, aber es fühlte sich toll an! Schön weich und knirschig und gar nicht so kalt wie ich dachte. Leider ging der letzte Kilometer dann wieder durchs Wohngebiet, wo die Wege mit reichlich Salz und Splitt gestreut waren. Das ist nicht nur unangenehm zu laufen, sondern fühlt sich gleich viel kälter an als der schöne weiche Schnee.
Wenn es nach mir ginge, sollten verschneite Wege überhaupt nicht gestreut werden!
Da ich jetzt schon seit einigen Wochen täglich kleine Barfußspaziergänge gemacht habe, war es an der Zeit, auch mal beim Laufen (Joggen) die Schuhe auszuziehen. Also habe ich angefangen, für den letzten Kilometer, später dann auch 2km die Schuhe auszuziehen.
Da die Füße dann bereits warm gelaufen waren, waren die niedrigen Temperaturen kein Thema. Auch der raue Asphalt und Rollsplit sind kein Problem mehr, da die Fußsohlen durch das regelmäßige Barfußspazieren inzwischen eine lederne Schutzschicht aufgebaut haben.
Schon seit Jahren habe ich gelegentlich die Schuhe ausgezogen und bin gerne für kurze Strecken barfuß gegangen. Verstärkt seit ca. 2014, als ich nach einem Laufschuhwechsel Probleme mit der Achillessehne bekam. Die viel zu weichen Sohlen der neuen Schuhe verursachten immer stärkere Beschwerden nach dem Laufen und ich merkte, dass es mir gut tut, wenn ich statt dicker Polsterung gar nichts unter den Füßen habe.